Schlaflosen Nächten vorbeugen - einen geruhsamen Schlaf finden

Baldrian im Garten - weißBaldrian, Hopfen und Lavendel können den Schlaf nicht erzwingen.

Gerade deshalb sind beruhigend wirkende Kräuter - Baldrian, Hopfen, Lavendel insbesondere  - seit Jahrhunderten ein bewährtes Mittel, um auf natürliche Weise sich und seinen Körper auf den Nachtschlaf einzustimmen.

Umso besser wirken diese natürlichen Einschlafhelfer, je mehr sie sich rundum auf die Schlafenszeit einstellen. 

Sie schlafen nicht ein - woran kann´s liegen?

Lavendel - Blüte mit SchmetterlingWer nicht in den Schlaf finden kann oder sich nur sehr schwer entspannt, der hat es nicht einfach im Leben. Denn besonders der Schlaf in der Nacht ist für den menschlichen Körper die einzige Chance, seinen Akku wieder aufzuladen und anhand des Stoffwechsels Giftstoffe aus dem Körper zu entfernen.

Der Schlaf ist mit das Wichtigste für uns, um frisch aufgetankt und mit voller Energie in den neuen Tag zu starten.

Spätestens dann, wenn man mal eine Nacht durchgemacht hat und die Müdigkeit im darauffolgenden Tag einkehrt, weiß jeder, wie wichtig, effizient und vor allem gesund der Schlaf für uns ist.

Viele Menschen im Berufsleben aber leiden unter Schlafstörungen, finden nur sehr schlecht bis überhaupt nicht in den Schlaf. Viele wälzen sich dann von einer Seite zur anderen und sind am nächsten Morgen völlig gerädert.

Die Folgen von schlechtem Schlaf sind absehbar: Die Konzentration lässt nach, Kopfschmerzen, bis hin zur Migräne stellen sich ein. Und das sind oft nur die leichten Formen der Folgen von ungenügend erholsamem Schlaf.

Aber wie oft im Leben müssen Sie das nicht einfach als Schicksal hinnehmen. Denn es gibt Mittel und Mittel, die helfen und zwar auf vielerlei Art.

So schwierig ist es nämlich nicht, seine innere Unruhe mit einigen Tricks zu überlisten und in einen erholsamen Schlaf zu finden.

Was das Einschlafen noch erschwert

Rote SpornblumeJeden Abend das gleiche Prozedere. Die Kinder halten einen bis in die späten Abendstunden auf Trab.

Schnell noch einmal nach dem Einräumen der Spülmaschine und nach dem Abendessen sich an den PC setzen und das ein oder andere für den morgigen Tag im Büro erledigen. Und schon ist wieder die kostbare Zeit der täglichen Erholung drastisch gekürzt.

Denn, wer sich nach einem anstrengenden Tag bis zum Schluss zur späten Stunde, beispielsweise nach 23 Uhr, ins Bett legt und auf einen erholsamen Schlaf hofft, wird in der Regel bitter enttäuscht.

Zwar sind die Augen geschlossen, doch die Gedanken kreisen hellwach und unaufhörlich im Kopf herum und lassen den Gepeinigten nicht zur Ruhe kommen. Am Ende ist man wieder hellwach und findet selbst nach Stunden nicht in den Schlaf.

Tipp: Abendrituale durchführen

Schlafen oder besser gesagt, das Einschlafen kann man üben und trainieren. Und das ist gar nicht so schwierig. Wer sich beispielsweise vornimmt, zu einer ganz bestimmten Zeit ins Bett zu gehen und diese Zeit auch penibel einhält, macht schon einmal sehr viel richtig.

Der Körper stellt sich auf diese Uhrzeit ein und schon nach wenigen Minuten im Bett weiß Ihr Körper: Jetzt kann er sich definitiv ausruhen. Kleine Rituale wie diese können schon allein dazu beitragen, dass man sich auf eine ruhige und erholsame Nacht freuen kann.

Sich mit einer Wolldecke auf das Sofa lümmeln, eine heiße Tasse Kräutertee trinken und ein schönes Buch lesen, kann ebenfalls Wunder bewirken.

Natürlich hilft auch Autogenes Training (AT) sehr gut. Denn sobald Sie AT drauf haben, bewirkt es sehr zuverlässig, dass Körper und Psyche zur Ruhe kommen, die Spannungen loslassen und sich ganz und gar auf das zentrieren, was Sie gerade tun wollen. Im Falle von Einschlafen zum Beispiel in den Schlaf und vielleicht sogar den Traum hinüber gleiten. 

Und, wer dann auch noch zu guter Letzt ein heißes Bad im Winter nimmt, umso besser. Denn auch das trägt zur Entspannung bei und führt schließlich zu einem erholsamen Schlaf.

Tipp: Hopfen, Lavendel und Baldrian helfen

Wer dann immer noch Probleme hat, in den Schlaf zu finden, kann durchaus mit dem ein oder anderen Mittelchen aus der Natur nachhelfen.

Hopfen, Lavendel oder auch Baldrian können sehr gut helfen, so zumindest die Überzeugung vieler Personen, die sich schon mal mit Lavendel und Baldrian versucht haben.

Die Meinungen zum Beispiel über den klassischen Schlaf-Erleichterer Baldrian gehen etwas auseinander. Die einen schwören auf Baldrian, da es - anerkannterweise - nicht süchtig macht.

Die anderen vertrauen dem Baldrian nicht, da es sich bei Baldrian nicht um ein sicheres, also Schlaf erzwingendes, Schlafmittel handelt - wie das etwa bei chemischen Schlafmitteln der Fall ist.

Recht haben beide. Baldrian ist kein Einschlafmittel, das den Schlaf erzwingen könnte. Baldrian bewirkt eine entspannte Stimmung, in der Stress und Anspannung von uns abfallen bzw. sich relativ leicht und schnell auflösen.

Dadurch - gerade wenn man vom Tage her müde ist, hilft Baldrian, Sorgen los zu lassen und auf natürliche Weise in den Schlaf zu sinken.

Finger weg von chemischen Schlafmitteln

Die Finger fern-halten sollten Sie also von chemischen Schlafmitteln. Sie fördern und bewirken einen hohen Abusus (Abhängigkeit) und machen schnell süchtig. Außerdem ist man nach solchen Nächten nicht wirklich ausgeruht, da diese Mittel nicht nur den Körper, sondern auch die Psyche ruhig stellen. Abschalten eben, sodass auch die Träume darunter leiden.

Diese aber sind - egal ob erinnert oder nicht - extrem wichtig für das psychiche bzw. seelische (wir verwenden diese Begriffe synonym) Wohlbefinden. Denn die nächtlichen Träume bewirken, zuverlässig Nacht für Nacht, dass wir die Eindrücke, Sorgen, Freuden und Aufreger des Tages verarbeiten können.

Und zwar durch Bilder, Erinnerungen und Geschichten, in denen wir die Informationen des Tages verbinden mit etwas schon Vertrautem, Bildern, die wir schon kennen.

So schöpfen wir neuen Mut und werden wieder oder gar immer besser handlungsfähig. Nacht für Nacht. 

Und eben diese tägliche Traum-Heilung befördern sehr wohl Baldrian & Co, nicht aber chemische Schlafmittel.

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