Der Farn und seine Heilwirkung

Der Farn im FrühlingObwohl der Farn heute eher als Zierpflanze bekannt ist, gilt er ursprünglich doch zu den Heilpflanzen.

Wachstum des Farn

Der klassische Farn gehört zu den ältesten Pflanzen der Erde und vor etwa 350 Millionen Jahren, zur Karbonzeit erreichte er eine Größe wie die heutigen Bäume.

Auch heute gibt es noch Farne, die im Vergleich zu bei uns heimischen Farmen riesig sind: Baumfarne in den tropischen Regenwäldern.

Doch es gibt auch Farne, die nur wenige Zentimeter groß werden. Die Artenvielfalt innerhalb der Gruppe der Farngewächse ist jedenfalls beachtlich. Allein in Mitteleuropa gibt es über 100 verschiedene Arten von Farngewächsen, weltweit 12.000. 

Die meisten Farne fühlen sich vor allem im Schatten von Bäumen wohl.

Die großen Blätter sind fiedrig geformt und verleihen dem Standort des Farns sein typisches Aussehen. Im Frühling beginnen die Farmwedel sich spiralförmig zu entrollen.

Übrigens wurde der Farn früher mit Magie in Verbindung gebracht. 


Wirkung des Farn als Heilpflanze

Ein Farn BlattDie Medizin kennt den Farn als wichtiges Hilfsmittel zur Vertreibung von Würmern. Diese wird durch die leicht giftige Wirkung des Farns realisiert.

Aus diesem Grund ist eine innere Anwendung mit selbst zubereiteten Mitteln nicht zu empfehlen. Äußerlich kann der Farn in Form von Tinkturen jedoch bedenkenlos angewendet werden.

In der Pflanzenheilkunde nutzt man den Farn gerne zur Bekämpfung von Rheuma und Gicht. Auch Nervenschmerzen und Wadenkrämpfe sollen damit bekämpft werden können.

Selbst bei Krampfadern und krampfhaften Kopfschmerzen zeigt er positive Wirkungen. Diese Grunderkrankungen werden in der Regel mit einer Tinktur behandelt, die aus der Wurzel der Pflanze gewonnen wird.

Die Blätter dagegen können zum Beispiel in ein Kissen gegeben werden und dienen ebenfalls der Linderung von Rheuma und Gicht. Die wichtigsten Inhaltsstoffe sind dabei die ätherischen Öle, Filmaron, Phloroglucin und Filicin. Die Wurzel kann man im Spätsommer ernten, die Blätter im Hochsommer.

Der Farn als Zierpflanze im Haus

Der Farn eignet sich natürlich auch weiterhin als Zierpflanze für das Heim. Ein schöner Baumfarn beispielsweise wirkt als idealer Schattenspender, wenn er groß genug gewählt wird. Er kann sogar als Sichtschutz eingesetzt werden.

Dabei unterscheidet man die verschiedensten Sorten, wie den Japanischen Glanzschildfarn oder dem Zwergbaumfarn, um nur einige zu nennen. Am besten eignet sich der Zwergbaumfarn als Zimmerpflanze, wobei im Winter geringere Temperaturen eingehalten werden sollten.


Bildquellen:  
Farn im Frühling ©Bettina Heiroth  / pixelio.de

Kommentare

Ihr Artikel über den Farn

Hallo Frau Heiroth,

als Gärtner der sich auch mit Farnen beschäftigt ist will ich zu Ihrem Artikel etwas sagen. Selbst unter den einheimischen Farnen gibt es riesige Unterschiede im aussehen. Und was die Wirkstoffe und demnach die Anwendung für unsere Gesundheit oder der Bekämpfung von Parasiten anbelangt kommt es auf die Art an. Die Farne sind eine ebenso eigenständige Gruppe wie die Samenpflanzen und auch sehr vielgestaltig. Aquarianer kennen Farne als Schimmpflanzen die nur wenige Millimeter groß sind und eher wie Entengrütze aussehen, Auch unsere einheimischen Farne wachsen an den verschiedensten Standorten und haben sicher auch in der Heilkunde jeder seine speziefische Wirkung.

Liebe Grüße Andreas Papendorf