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Hat Lavendel die Wirkung eines Heilkraut?

Hat Lavendel die Wirkung eines Heilkraut?
Hat Lavendel die Wirkung eines Heilkraut und wo kommt die her?

Sobald der Lavendel im leuchtenden Violett blüht und sein Aroma verströmt, geraten viele Gartenfreunde ins Schwärmen. Nicht nur durch sein Aussehen ist der Lavendel so beliebt, sondern auch wegen seiner positiven Wirkung auf Körper und Geist.

Alle, die sich mit Kräutern, Natur, Nachhaltigkeit und Gesundheit beschäftigen, lieben den Lavendel. Unter den Kräutern ist der Echte Lavendel, Lavandula angustifolia, etwas ganz Besonderes. Und ja, Lavendel hat heilende Wirkung, sehr vielfältige sogar.

Der Duft des Südens

Wenn es so richtig heiß ist, ist der Lavendel in seinem Element. Die Blätter glänzen im Sonnenlicht und die vielen Blüten machen jedem Meeresblau Konkurrenz. Beginnt die Luft in der Sommerhitze zu flirren, weht aus den Ähren ein zarter Duft. Der kleine Strauch vom Mittelmeer weckt Urlaubsgefühle.

Niemand muss verreisen, den Zauber des Südens holt man sich einfach nach Hause. In unseren heimischen Gärten gedeiht die robuste Pflanze ohne Probleme, vorausgesetzt der Lavendel bekommt einen vollsonnigen Standort und wie alle Südländer reichlich Wasser.

Der wilde Lavendel blüht Violett

Seit dem Mittelalter wird  der Lavendels ob seiner heilenden Wirkung geschätzt. Über die Klostergärten kam der Lavendel in die weltlichen Gartenbeete nördlich der Alpen. Das zähe Kraut liebt zwar die Sonne, wächst jedoch bis hinauf in das kühle Bergland. Und deshalb wirkt es manchmal doch etwas befremdlich, wenn die Mittelmeerpflanze in alpinen Regionen eine kleine Schneemütze trägt.

Dass der Lavendel Temperaturschwankungen so gut verträgt, verdankt er seinen schmalen Blättern und dem kompakten Wuchs. Selbst tiefe Minusgrade schaden der Pflanze nicht. Wilder Lavendel blüht Violett, aber es gibt inzwischen viele Sorten in Lila, Blau, Rosa oder Weiß, wie beispielsweise die Sorte Arctic Snow, deren frostiges Weiß der Blüten elegant im Sonnenlicht erstrahlen.

Lavendel beruhigt auf sehr angenehme Weise.
Lavendel beruhigt auf sehr angenehme Weise.

Heilende Wirkung des Lavendel

Für viele Hobbygärtner reicht es schon, den Lavendel blühen zu sehen. In Gruppen gepflanzt, als Solitärbusch, zwischen den Rosen, im Hochbeet oder in einem Topf auf der Fensterbank, der Lavendel macht immer eine gute Figur und trägt zu einer gelungenen Gartengestaltung enorm bei.

Es lohnt sich aber, dem Lavendel viel mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Er kann so viel mehr, als nur unsere Augen erfreuen. Richtig angewendet, ist er eine Bereicherung für Körper und Geist. Woran das liegt? Es sind die wertvollen Inhaltsstoffe der Pflanze. Wussten Sie, dass die Heilpflanze über 280 solcher positiven Inhaltsstoffe besitzt, die unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden positiv beeinflussen?

Lavendel gehört zur Landschaft der Provence

Die Provence ohne Lavendel – einfach unvorstellbar. Die weiten, leuchtenden Lavendelfelder in Frankreich liefern den wertvollen Rohstoff für Öle, Parfums und Seifen.

Erinnern Sie sich vielleicht noch an den Wäscheschrank Ihrer Eltern und Großeltern? Sie gaben getrocknete Lavendelblüten in kleine Baumwollsäcke oder Baumwolltücher und legten diese in den Kleiderschrank. Die Textilien bekamen einen herrlichen, frischen Duft und gleichzeitig war der Lavendel ein gutes Hausmittel, um Motten fernzuhalten. Und ein paar Lavendelblüten unter dem Kopfkissen helfen beim Einschlafen, damals wie heute.

Wir sollten die Lavendelblüten aber nicht nur auf eine Einschlafhilfe und einen natürlichen Wäscheschutz reduzieren, der Lavendel kann viel mehr. Die in der Pflanze enthaltenen ätherischen Öle helfen bei

  • Kopfschmerzen
  • Migräne
  • Nervosität
  • Hautunreinheiten
  • Akne
  • Muskelverspannungen
  • Stress
  • Ein- und Durchschlafstörungen
  • Magen-Darmbeschwerden
  • Insektenstichen
  • Pilzerkrankungen

Der Lavendel wirkt auf vielerlei Weise, zum Beispiel:

  • krampflösend
  • antibakteriell
  • entspannend
  • juckreizhemmend
  • schmerzstillend

Er kann als Tee, Öl, Tinktur oder in Tablettenform innerlich oder äußerlich anwenden.

Das Kraut des Südens in der Küche

Haben Sie Lavendel im Garten? Dann können Sie die Blüten trocknen. Am besten hängen Sie den Lavendel in Büscheln auf oder legen ihn zum Trocknen auf ein Tablett. Trocknen Sie den Lavendel nicht im Backofen, dabei gehen die ätherischen Öle verloren. Auch der Duft verschwindet durch das Dörren im Backofen. Das Trocknen der Blüten dauert ungefähr eine Woche.

Sie können auch ganz leicht Lavendelöl oder Lavendelessig zum Kochen herstellen, indem Sie frische Lavendelblüten einlegen. Ob Öl oder getrocknete Blüten, Lavendel ist sehr vielfältig in der Küche verwendbar. Vom Salat, über pikante Gerichte bis hin zu Süßspeisen, Lavendel schmeckt und ist gesund.

Lavendel Wirkung – wohlriechend, antibakteriell und beruhigend

Werfen wir einen Blick zurück. Im Ersten Weltkrieg wurden die verwundeten Soldaten in Frankreich wegen der antibakteriellen Wirkung der Blüten mit Lavendel behandelt. Auch heute noch schätzen wir den Lavendel zur Wundbehandlung.

Der Lavendel ist ein richtiger Alleskönner, seine Wirkung also breit gefächert. Er bringt Linderung nach Insektenstichen, hilft bei Magen-Darmbeschwerden und wirkt beruhigend sowie angstlösend. Verantwortlich dafür ist das in der Blüte enthaltene ätherische Öl. Durch die Aromatherapie ist bekannt, dass die Öle gut durch die Haut eindringen und somit in den Körper gelangen.

Lavendelöl wirkt antibakteriell, pilzhemmend und hat eine leicht betäubende Wirkung. Deshalb kommt es vor allem bei Hautunreinheiten, bei Pilzerkrankungen, bei Akne und nach lästigen Insektenstichen zur Anwendung.

Als Badezusatz wirken die Lavendelblüten nicht nur entspannend und beruhigend, sondern auch durchblutungsfördernd und haben eine positive Wirkung bei Muskelschmerzen und Kreislaufstörungen.

Lavendelblüten für die innerliche Anwendung

Leiden Sie gelegentlich an Appetitlosigkeit oder Magen-Darmbeschwerden? Dann probieren Sie einmal den Lavendeltee. Trinken Sie ein- bis zweimal täglich eine Tasse Lavendelblütentee. Für eine Tasse Tee verwenden Sie zwei Gramm Blüten.

Für die innerliche Anwendung können Sie auch vier Tropfen des ätherischen Lavendelöls auf einen Zuckerwürfel tropfen. Geben Sie das Lavendelöl nach Insektenstichen unverdünnt auf die Haut und Sie werden von der juckreizstillenden Wirkung begeistert sein.

Lavendelbad – eine angenehme Wirkung für Körper und Geist

Lassen Sie 100 Gramm Lavendelblüten in zwei Liter Wasser ziehen. Danach abseihen und abfiltriert in das Badewasser geben. Nach dem Bad verstärken Sie die positive Wirkung des Lavendels mit einem Lavendelmassageöl.

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Bildquellen: RD LH auf Pixabay

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