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Schlaffördernde Heilpflanzen und Atemtraining

Schlaffördernde Heilpflanzen: Lavendel
Lavendel beruhigt auf sehr angenehme Weise.

Möchten Sie endlich wieder gut schlafen? Schnell einschlafen, durchschlafen und erholt aufwachen? Oder gehören Sie zu den rund 25 Prozent jener Deutschen, die regelmäßig unter Schlafstörungen leiden? Sie müssen nicht gleich zu Schlaftabletten greifen, denn schlaffördernde Heilpflanzen und Atemtraining sind eine wertvolle Alternative.

Gesunder Schlaf ist wichtig

Körper und Geist brauchen ausreichend Schlaf, um sich zu regenerieren. Wenn Sie über einen längeren Zeitraum schlecht schlafen, besteht die Gefahr, dass psychische und physische Probleme auftreten.

Zu wenig Schlaf schadet außerdem Ihrem Immunsystem und auch Ihr Herz-Kreislaufsystem und Ihr Stoffwechsel werden negativ beeinflusst. Die Folge sind ein erhöhtes Risiko für Infektionskrankheiten und die Abnahme Ihrer Leistungsfähigkeit.

Immer nur Schäfchen zählen?

Was können Sie tun, wenn Sie Nacht für Nacht immer wieder munter werden oder überhaupt nicht einschlafen können? Viele Menschen leiden zwar unter der Schlaflosigkeit, möchten jedoch nicht auf chemische Substanzen, also auf Schlaftabletten oder Tropfen zurückgreifen.

Sie fürchten sich vor den möglichen Nebenwirkungen, wie zum Beispiel die Gefahr einer Abhängigkeit oder der Morgenmüdigkeit am nächsten Tag. Umso besser, dass es Heilkräuter bzw. einige schlaffördernde Heilpflanzen gibt, die den Körper auf sehr angenehme Weise beim Einschlafen unterstützen.

Schlaffördernde Heilpflanzen

Die wichtigsten schlaffördernde Heilpflanzen seien hier kurz aufgelistet und genauer beschrieben.

  • Passionsblumenkraut
  • Lavendel
  • Hopfen
  • Melisse
  • Baldrian
  • Rosenwurz

Baldrian

Seit dem 18. Jahrhundert ist bekannt, dass die Baldrianwurzel eine ausgleichende Wirkung hat. Im Volksmund wird der Baldrian,Valeriana, oft als Müdigkeitsschalter bezeichnet. Die Wurzel verkürzt Ihnen die Einschlafzeit und beeinflusst positiv die Schlaftiefe. Verantwortlich dafür sind die sekundären Pflanzenstoffe, die den Müdigkeitsschalter im Gehirn aktivieren. Deshalb schlafen sie schneller und besser ein.

Melisse

Die Melisse, Melissa officinalis, macht nicht nur im Cocktail eine gute Figur, sie wirkt entspannend und harmonisierend. Bereits im Mittelalter schrieb Hildegard von Bingen über die schlaffördernde Wirkung der Heilpflanze. Die Melisse hilft Ihnen nach einem stressigen Tag, die vielen äußeren Reize zu filtern und Ihren Kopf wieder freizubekommen.

Passionsblumenkraut

Passionsblume
Passionsblume

Die Ursachen für Ihre Schlafstörungen haben meist ihren Ursprung am Tag. Arbeit, Umwelteinflüsse und Ihr individueller Lifestyle tragen dazu bei, dass Sie in der Nacht schlecht schlafen. Die Passionsblume, Passiflora, wirkt beruhigend sowie entspannend und hilft ihnen, die Geschehnisse des Tages hinter Ihnen zu lassen.

In der Volksmedizin Süd- und Mittelamerikas wird die Passionsblume bereits seit mehreren Jahrhunderten verwendet. Das Passionsblumenkraut hilft Ihnen zu entspannen, löst Ihre innere Anspannung und entlastet Ihre Psyche.

Lavendel – Pflanzenwirkstoffe aus der Natur

Lavendel, die Pflanze aus der Provence, enthält die wertvollen Inhaltsstoffe Linalool und Linalylaceta. Diese Pflanzenwirkstoffe wirken sich positiv auf Ihren Schlaf aus. Besonders ein abendliches Bad mit Lavendelblüten oder Lavendelöl sorgt für eine angenehme Nachtruhe. Wussten Sie, dass bereits die alten Römer Lavendel, Lavandula, als Badezusatz verwendeten? Ob der Name Lavendel von dieser Tatsache abgeleitet wurde, ist nicht bekannt, aber waschen heißt im Lateinischen lavare.

Hopfen

Hopfen, Humulus, ist nicht nur Hauptbestandteil des Biers, er zählt zu den natürlichen Hausmitteln bei Ein- und Durchschlafstörungen. Seine beruhigende Wirkung hilft Ihnen zu entspannen und erleichtert Ihnen das Einschlafen. Hopfen wird gerne mit Melisse und Baldrian kombiniert.

Rosenwurz

Der wirksamste Inhaltsstoff ist Salidrosid. Rosenwurz, Rhodiola rosea, wird schon sehr lange in der Volksmedizin als Heilmittel verwendet. Der zu den Sukkulenten zählende Rosenwurz hilft beim Stressabbau und trägt entscheidend zur Entspannung bei.

Wie können Sie die Heilpflanzen anwenden?

  • Kräuteröl
  • Kräutersalz
  • Kräutertinktur
  • Kräutertee
  • Kräuterbad

Kräuterbad gegen Schlafstörungen

Lavendel als Badezusatz ist das Mittel der Wahl. Vor allem dann, wenn die Schlafstörungen durch falsche Ernährung und zu viel Stress sowie Kaffee verursacht werden. Auch wenn bei Ihnen das Restless-Leg-Syndrom der Grund für die Schlaflosigkeit ist, lohnt sich der Versuch, vor dem Schlafen gehen ein Bad mit Lavendelblüten zu genießen.

Achten Sie darauf, dass die Badetemperatur nicht höher als 38 Grad Celsius beträgt und bleiben Sie nicht länger als 20 Minuten in der Badewanne. Nach dem Bad gehen Sie gleich in Ihr Bett und lassen die wohltuende Erholungsphase auf sich wirken.

Heilpflanzen und Atemtraining verbinden

Für eine bessere Schlafqualität ist es wichtig, dass Sie die Heilkräuter auch mit anderen Maßnahmen kombinieren. Dazu zählen ein gut gelüftetes und ein möglichst kühles Schlafzimmer. Und es gibt auch NoGo´s wie ein angeschaltetes Handy oder Laptop neben dem Bett oder ein schweres Essen vor dem Zubettgehen.

Idealerweise verbinden Sie die Anwendung der Heilkräuter mit einem Atemtraining. Sehr beruhigend wirkt es zum Beispiel, wenn Sie darauf darauf achten, nicht flach in die Brust, sondern tief in den Bauch zu atmen.

Wenn Sie sich angewöhnt haben, tief und locker in den Bauch zu atmen, können Sie auch beim Einschlafen sehr gut einsetzen. Egal ob Sie auf dem Rücken oder auf der Seite liegen – sie beobachten, wie sich ihre Bauchdecke ganz ruhig und immer ruhiger hebt und senkt.

Das beruhigt auf jeden Fall die wild hin und her springenden Gedanken und Sorgen. Aber es wirkt, gerade im Liegen, auch sehr angenehm beruhigend, sodass Sie ganz von allein in den Schlaf hinüber gleiten.

Schlaffördernde Heilpflanzen – was Sie beachten sollten

Ein gesunder Schlaf ist enorm wichtig für die Gesundheit und Lebensqualität. Anhaltende Schlafstörungen können organische, psychiatrische oder endokrine Ursachen haben. Falls Sie keine Besserung wahrnehmen, suchen Sie Ihren Arzt auf.

Bildquellen:

© Helene Souza auf pixelio.de / MichaelGaida auf Pixabay

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