Kleine Kräuterkunde: Was sind Kräuter?

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In der Kräuterkunde werden nicht alle Pflanzen als Kräuter bezeichnet.

Die Definition eines Krautes in der Kräuterkunde ist wünschenswert klar: Und auch leicht zu merken: Klein und: Keine Verholzung.

Umgangssprachlich ist eher gegen jedes Leiden irgendein Kräutlein und sei es ein Birkenblättlein, gewachsen. Birkenblätter aber – wie Blätter anderer Bäume auch – gehören laut Kräuterkunde definitiv NICHT zu den Kräutern.

Noch eine Sprachungenauigkeit: Es gibt bekanntlich die für uns unnützen Un-Kräuter.

Einige dieser Un-Kräuter gelten jedoch auch als Heilkräuter wie z. B. die Brennnessel. Manch einer nutzt das Kraut der Brennnessel wie Spinat oder als Tee für eine Entgiftungskur. Für andere ist sie nur Unkraut, das man besser nicht anfasst. Andere wollen sie aus ihrem Garten vertreiben.

Gar nicht so leicht durchzublicken, was laut Kräuterkunde ein Kraut ist und was keines.

Kleine Kräuterkunde – Was sind Kräuter?

Paracelsus unterschied das Blattwerk als Kraut, im Unterschied zu Wurzel, Stängel, Blume und Frucht.

Als Kräuter gelten in der Kräuterkunde krautige Pflanzen, meist Stauden. Krautig meint, dass die oberirdischen Teile nicht verholzt sind. Das Kraut besteht also nur aus Stängeln und Blättern.

Umgangssprachlich ist mit Kraut aber auch oft die ganze Pflanze mit Wurzel und Blüte gemeint oder auch nur die grünen Teile der Pflanze wie z.B. beim Rübenkraut.

Außerdem besagt die Kräuterkunde, dass ein Kraut als Arznei oder zum Verzehr geeignet sein muss.

Kräuterkunde praktisch orientiert

Mädchen inmitten von Lavendel - Kraut oder kein Kraut?
Mädchen inmitten von Lavendel – Kraut oder kein Kraut?

Somit haben wir schon Heil-Kraut und Küchen-Kraut unterschieden. Ein Heil-Kraut und ein Küchen-Kraut wiederum werden sowohl getrocknet als auch frisch verwendet.

Pilze, Sträucher und Bäume gelten in der Kräuterkunde nicht als Kräuter. Manches davon eignet sich allerdings zum Würzen oder auch zum Heilen.

Ich fasse unter Kräuter auch Salbei, Lavendel und Rosmarin, obwohl sie im Alter verholzen und als somit als Sträucher gelten.

Doch wie gesagt: Das ist laut botanischer Kräuterkunde nicht ganz korrekt.

Doch letztlich entscheidet wohl doch: Der Nutzen für den Menschen.

Und da halte ich es lieber mit: Für jeden Zweck ist ein Kräutlein gewachsen. Und sei es die Rinde des Lapacho-Baum.

Bildquellen:
© WikimediaImages from Pixabay / Hans Braxmeier from Pixabay

3 KOMMENTARE

  1. Kräuter

    Kräuter haben mich schon immer fasziniert und ih bin eine leidenschaftliche Sammlerin ich würde es so gerne zu meinem Beruf machen aber damit verdient man leider nicht besonders viel.

    LG Kräuterfee

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