Grüne Smoothie Variationen - was gehört in den Smoothie und was nicht?

leuchtend grüner Smoothie - rot garniertSmoothies, die bekannten Fruchtgetränke, gibt es in den verschiedensten Variationen. Geeignet sind sie vor allem für all diejenigen, die Obst nicht gerne in fester Form verzehren oder die schlichtweg Arbeitsmuffel sind und kein Obst schneiden wollen.

Aber auch auf Reisen oder auf der Arbeit erweisen sich die Smoothies als Wundermittel. Denn Smoothies liefern Mineralstoffe, Vitamine und Ballaststoffe. Ein Smoothie enthält dabei ganz schön viel Obst.

Das flüssige Obst liefert also schnell viele Nährstoffe und ist sicherlich die gesündere Alternative zu Cola, Limonade und Co. Neben den Fruchtsmoothies gibt es auch sogenannte Grüne Smoothies, die eine etwas andere Rezeptur haben.

Was ist ein Grüner Smoothie?

Seinen Ursprung hat der Grüne Smoothie in den USA, wo er 2004 von einer Ernährungsexpertin erfunden wurde. Statt ausschließlich Früchten, mischte Sie auch Blattgemüse in den Smoothie, woher auch der Name stammt.

Neben verschiedenen Salaten, wie Feldsalat, Rucola und Chicorée, werden auch Kohlsorten und frische Gartenkräuter, wie Petersilie, Koriander, Minze und Malve zu den Smoothies gemischt.

Das Verhältnis von Obst und Blattgrün beträgt 1:1. Die Angabe bezieht sich dabei auf das Volumen und nicht auf das Gewicht der jeweiligen Anteile. Die Anteile an Wasser sind dabei nicht einberechnet, da diese je nach Vorliebe der Konsistenz beigemischt werden können.

Mischung zwischen Grün und Frucht

Grundsätzlich gilt: Kräftige, dunkle Blätter sind hellen Blättern vorzuziehen. Salate, wie der Eisbergsalat oder Kopfsalat fallen daher eher aus dem Rennen. Ausschlaggebend für die grüne Farbe der Blätter ist der Stoff Chlorophyll, der in den Blättern der Pflanzen gebildet wird. Je mehr Chlorophyll, desto grüner die Blätter.

Einige Pflanzen bilden darüber hinaus noch weitere Farbstoffe, sodass die Blätter auch mal rötlich oder bräunlich wirken können. Aber auch diese Blätter können für den Grünen Smoothie verwendet werden. Das verwendete Obst sollte kräftig im Geschmack sein und vor allem sehr süß sein. Reife Früchte sind hierbei Pflicht, denn unreife Früchte sind oft sauer oder auch bitter. Auf zusätzlichen Zucker sollte verzichtet werden.

Bei der Zusammensetzung der Obst- und Gemüseanteile sind keine Grenzen gesetzt. Es gibt tausende Kombinationsmöglichkeiten, die allesamt hervorragend schmecken. Dennoch sollte man nicht wahllos Früchte und Blätter zueinander mischen.

Denn einige objektive Kriterien gibt es beim Mischen schon. Werden leicht bittere Blattsorten zum Smoothie gemischt, dann sollten die verwendeten Früchte sehr süß sein, um ein Gleichgewicht der gustorischen Geschmäcker zu erreichen. Bei sehr markanten Blattgeschmäckern sollte auf der fruchtigen Seite ebenfalls ein sehr charakteristischer Geschmack verwendet werden. Früchte, wie Mango, Ananas, und Himbeeren schmeckt man hierbei immer heraus.

Grüne Smoothie Variationen - alles frisch

Auch Geschmacksnuancen können eingefügt werden, in Form von Fruchtanteilen oder auch natürlichen Aromen. Zitronenschalen und Orangenschalen sind sehr aromatisch und können dem Grünen Smoothie eine feine Note verpassen. Mit Zitronensaft kann dem Smoothie auch eine leicht saure Note verliehen werden, sollte die Süße zu stark überwiegen.

Auch können bekannte Fruchtmischungen verwendet werden, die sich besonders gut ergänzen. So passen Kokosnuss und Ananas sehr gut zusammen, während Bananen und Kirschen sich hervorragend ergänzen. Tropische Früchte ergänzen sich gegenseitig sehr gut und auch Beerenfrüchte eignen sich besonders gut, vor allem Himbeeren und Blaubeeren. 

Wenn Sie erst einmal Erfahrungen mit ihren Grüne Smoothie Variationen gemacht haben, werden Sie mit der Zeit immer mutiger werden. Sie können sich auch durchaus instinktiv auf ihren Appetit verlassen. Passt das zusammen oder nicht. spinat grüner Smoothie aus SpinatAllerdings unter einer Voraussetzung: In den Smoothie gehört nur Frisches, also frischer Salat, frisches Obst. Eingewecktes oder Gekochtes ist weniger reich an Nährstoffen. 

Vor allem aber funktionieren ihre Instinkte was Essen betrifft nur bei frischen bzw. rohen Zutaten. Und ihre Instinkte sind für Sie die besten Verbündeten bei der Entscheidung, was (zu Essen) ihnen gut tut, jetzt gerade. Und was nicht.

Für mich war das seinerzeit das entscheidende Argument, meine Ernährung weitgehend auf Smoothies und Salate umzustellen. Alles ist erlaubt - auch Fleisch und Eier - Hauptsache frisch. 

Worauf sollten Sie beim Grünen Smoothie noch achten?

Für die Herstellung eines Grünen Smoothies sollte man auf einen leistungsstarken Mixer setzen. Zwar kann auch ein einfacher Stabmixer das Blattgrün zerteilen, doch beim Grünen Smoothie kommt es auf wesentlich mehr an. Um die, in den Zellen eingeschlossenen Mineralstoffe und vor allem das Chlorophyll zu lösen, braucht es eine hohe Rotationszahl.

Dazu starke Klingen, die je nach Modell stumpf (BlendTec) oder scharf (VitaMix) sein können.

Ein Stabmixer kann das kaum leisten. Auch lässt sich das Ergebnis geschmacklich besser genießen. Einerseits ist der Smoothie cremiger und die freigesetzten Mineralstoffe und Vitamine können vom Körper besser aufgenommen werden.

Gar nicht so einfach ist es, immer alles frisch zu Hause zu haben. Gerade das Blattgrün. Eine sehr gute Alternative: Spirulina. Ist auch unbehandelt, aber eben pures Grün (der Grünalge) in Pulverform. 

Bedenken Sie auch: Ein grüner Smoothie  mit allem drum und dran ist eine vollwertige Mahlzeit. Sollten Sie ihn jedoch nur mal zwischendurch zu sich nehmen, halten Sie Maß! Sprich: Trinken bzw. löffeln Sie nicht zu viel davon.

Für den Fall, dass Sie grüne Smoothies in ihren alltäglichen Essensplan aufnehmen wollen: Ihr Körper muss sich an diese - so ungewohnt gesunde - erst gewöhnen. Ganz im ernst! Und zwar schrittweise. Fangen Sie mit kleinen Mengen (halbes Glas, kleine Tasse) einmal am Tag an. Steigern Sie nur langsam. Und beobachten genau, was Ihr Magen, Darm, auch ihr Körper insgesamt dazu sagt.

Da im Smoothie alles frisch bzw. roh ist, wird Ihr Körper es nach etwa vier bis sechs Wochen gelernt haben ganz genau zu signalisieren, wann und wie viel und welchen Smoothie er haben will.

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